
Stella Hemetsberger schnappte sich auch den zweiten Gürtel. (Bild: SN/BULGAR PRO)
Die 27-jährige Salzburgerin gewann ihren zweiten WM-Fight in Bangkok. Nach ihrem Sieg im Thaiboxen bezwang sie US-Kämpferin Jackie Buntan auch im Kickboxen.
Stella Hemetsberger hat es wieder getan. Nur fünf Monate nach dem Gewinn des WM-Titels im Thaiboxen schlug die 27-jährige Salzburgerin in der Nacht auf Samstag erneut zu und sicherte sich auch noch den Goldgürtel im Kickboxen. „Es ist ein Mega-Gefühl, einfach unbeschreiblich. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll“, rang sie auch noch Stunden nach dem erfolgreichen Kampf um Worte.
Brisante Neuauflage
Die Spannung war schon zuvor groß gewesen. Immerhin forderte Hemetsberger zum zweiten Mal in Folge die US-Fighterin Jackie Buntan heraus. Bei ihrem ersten Duell hatten die beiden noch um den vakanten Thaibox-Titel im Strohgewicht gekämpft. Diesmal ging es im Hauptkampf der „ONE Fight Night 40“ im Lumpinee-Stadium in Bangkok um Buntans WM-Gürtel im Kickboxen.

Nach fünf Runden entschieden die Kampfrichter
Wie schon im ersten Kampf, den Hemetsberger schwer gezeichnet, mit gebrochenem Nasenbein und blutverschmiert, dank mehrerer Niederschläge für sich entschieden hatte, schenkten sich beide Kämpferinnen auch diesmal nichts. Fünf Runden lang versuchte Buntan, vor allem mit ihren Fäusten möglichst viel Schaden anzurichten, während Hemetsberger gerne mit Tritten konterte, mit Finten arbeitete und ihr Heil im verbissenen Infight suchte.Anzeige Ski & Relax: Saisonende-Angebot in Südtirol
Hatte sie nach dem ersten Duell mit der US-Fighterin noch siegessicher tänzelnd auf das Juryurteil gewartet, wirkte sie diesmal mehr angespannt. „Ich war mir eigentlich sicher, dass ich genug getan habe. Aber als ich dann die Scorecards gesehen habe, dachte ich mir: Verdammt, das ist echt eng. Umso glücklicher war ich, als ich das offizielle Ergebnis gehört habe“, gestand Hemetsberger. Die Kampfrichter waren sich zwar nicht einig, doch zwei der drei sahen Hemetsberger als Siegerin. Bei der Verkündung des Urteils reichte es ihr, das Wort „new“ zu hören, um in Jubel und Tränen auszubrechen.
Eine Kämpferin wie aus einem Videospiel
Hatte sie nach dem ersten Duell mit der US-Fighterin noch siegessicher tänzelnd auf das Juryurteil gewartet, wirkte sie diesmal mehr angespannt. „Ich war mir eigentlich sicher, dass ich genug getan habe. Aber als ich dann die Scorecards gesehen habe, dachte ich mir: Verdammt, das ist echt eng. Umso glücklicher war ich, als ich das offizielle Ergebnis gehört habe“, gestand Hemetsberger. Die Kampfrichter waren sich zwar nicht einig, doch zwei der drei sahen Hemetsberger als Siegerin. Bei der Verkündung des Urteils reichte es ihr, das Wort „new“ zu hören, um in Jubel und Tränen auszubrechen.
Beim Siegerinterview gab Hemetsberger Einblick in ihre Kampftaktik. „Ich habe da volles Vertrauen in meine Ecke. Sie sagen, mich als Kämpferin zu haben, ist wie ein Videogame zu spielen. Ich bin einfach nur glücklich, dass ich alles umgesetzt habe, was sie mir gesagt haben“, verriet die Salzburgerin. „Die ganze harte Arbeit hat sich ausgezahlt. Ich bin unglaublich dankbar für alles, was mich hierhergebracht hat.“
Angesprochen auf die Möglichkeit, einen dritten Titel in einer weiteren Kampfdisziplin anzustreben, meinte sie nur: „Sag niemals nie. MMA habe ich aktuell nicht auf dem Plan. Vielleicht irgendwann einmal in der Zukunft. Jetzt will ich einfach nur den Sieg genießen.“ Und das tat sie auch gemeinsam mit ihrer Familie und Freunden mit einer langen Partynacht in Bangkok.
